Leo Baeck Programm. Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung

Eine gemeinsame Initiative der Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts e.V., der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung

Inhalt

  • Home
  • Das Programm
  • Förderung
  • Geförderte Projekte
  • Ausgewählte Projekte
  • „Orientierungshilfe“
  • Literatur und Recherchemöglichkeiten
  • Presse
  • Links
  • Impressum / Kontakt
  • Presse

    Pressemitteilung

    Deutsch-jüdische Geschichte im Schulunterricht

     

    Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ will mit dem Leo Baeck Programm „Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung“ den aktiven Beitrag von Juden für die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland sichtbar machen und so auch prophylaktisch gegen Antisemitismus wirken.

     

    Berlin, 7. April 2008. Im Geschichtsunterricht erscheinen Juden heute zumeist als Opfer von Verfolgung. Die aktive Rolle der Juden in der langen deutsch-jüdischen Geschichte wird hingegen weitgehend ausgeblendet. Im Fokus des Leo Baeck Programms stehen Protagonisten, die das gesellschaftliche Leben nachhaltig geprägt haben. Diese Perspektive wird so in den Geschichtsunterricht integriert und stellt damit auch eine Prophylaxe gegen Antisemitismus dar.

    Am Montag, 7. April 2008 um 15:30 Uhr werden in der Vertretung des Saarlandes beim Bund (Berlin) im Beisein der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, sowie des Vorstandsvorsitzenden der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, Dr. Martin Salm, und des Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts e.V., Georg Heuberger, drei beispielhafte Projekte des Leo Baeck Programms erstmals öffentlich präsentiert:

     

     

     

     

    Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, Präsidentin der Kultusministerkonferenz betont die Bedeutung der Vermittlung des jüdischen Beitrags an der deutschen Geschichte an Schulen: „Ich danke dem Leo Baeck Institut und den Partnern, der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und der gemeinnützigen Hertie-Stiftung für die heute vorgestellte Initiative. Ich wünsche dem Programm, das inzwischen über die Konzeptionsphase hinausgelangt ist und dessen Inhalte von hoher gesellschaftlicher Relevanz sind, eine große Breiten- und Tiefenwirkung.“


    Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, Dr. Martin Salm, erläutert das Ziel der Förderung des Leo Baeck Programms – „Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung“  durch die Stiftung: „Das erklärte Ziel der Nationalsozialisten, die jüdische Bevölkerung und ihre Kultur auszulöschen, hat in der Nachkriegszeit dazu geführt, dass nur wenig über jüdisches Leben bekannt ist. Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ möchte den wichtigen Beitrag der Juden für die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung Europas stärker sichtbar machen und so auch antisemitischen Vorurteilen entgegenwirken.“

    Das Programm „Leo Baeck – Schule und Fortbildung“ ist eine Initiative der Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts e.V., der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Die Partner haben das Programm bislang mit etwa 400.000 Euro gefördert.

    „Juden waren im Verlauf der Geschichte aktive Bürger und kreative Mitgestalter von Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft in Mitteleuropa“, meint Georg Heuberger, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts e.V., „Deutsch-jüdische Geschichte ist integraler Bestandteil der deutschen Geschichte. Ohne sie bleibt deutsche Geschichte unvollständig.“

    Das Leo Baeck Programm „Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung“ wendet sich an Schüler und Lehrer sowie freie und staatliche Träger. Seit 2006 konnten 50 Bildungsprojekte gefördert werden. Eine Jury entscheidet über eingereichte Anträge zur Förderung, zu den Juroren zählen Ministerialrat Christoph Stillemunkes, Referatsleiter für die KMK-Koordination im Hessischen Kultusministerium, Prof. em. Dr. Arno Herzig, Universität Hamburg, Fachbereich Geschichtswissenschaft und Dr. Wolfgang Geiger, Studienrat und Fachvorsitzender Geschichte an der Dreieichschule in Langen, einem Gymnasium des Kreises Offenbach.

    Das Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ hat einer Verlängerung des Leo Baeck Programms bis zum Jahr 2011 zugestimmt. Es werden voraussichtlich fünf weitere Ausschreibungsrunden jeweils zum 1. Mai und zum 1. Oktober durchgeführt werden.

    Das Leo Baeck Programm der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

     

    Kontakt:

    Leo Baeck Programm "Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung"

    c/o Jüdisches Museum Frankfurt am Main

    Dr. Christine Keck

    Untermainkai 14/15

    60311 Frankfurt am Main

    Tel.: +49 (0)69 212-35843

    Fax: +49 (0)69 212- 30705

    E-Mail: lehrerfortbildung.lbi@stadt-frankfurt.de

    Intenet: www.lehrerfortbildung-leo-baeck.de 

     

    Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“

    Pressereferentin

    Franka Kühn

    Lindenstraße 20–25

    10969 Berlin

    Tel.: +49 (0)30 25929776

    E-Mail: kuehn@stiftung-evz.dewww.stiftung-evz.de

     

    Pressemitteilung

    Förderung von Lehrerfortbildungen zur Vermittlung deutschjüdischer
    Kultur und Geschichte an Schulen
    Frankfurt a. M. / 24. März 2006. Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, die Gemeinnützige Hertie-Stiftung und die Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts haben das Förderprogramm „Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung“ im März 2006 zum ersten Mal ausgeschrieben. Es fördert die Vermittlung deutsch-jüdischer Kultur und Geschichte im Schulunterricht. Ziel des Förderprogramms ist es, jüdisches Leben in Deutschland in seiner Ambivalenz zwischen Erfolg und Verfolgung als wesentlichen Bestandteil der allgemeinen deutschen Geschichte und ihrer europäischen Vernetzung begreifbar zu machen.

    Deutsch-jüdische Geschichte wird in Deutschland häufig als Opfergeschichte im Kontext des Holocaust wahrgenommen. Diese Perspektive übersieht den Beitrag und die Leistungen vieler Juden zur wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklung in Deutschland und Europa. Neben der historischen Verpflichtung unseres Landes zur Pflege dieses Erbes ist ein ausgeglichenes Bild der deutsch-jüdischen Geschichte dazu geeignet, Vorurteilen und Klischees über Juden und damit Antisemitismus entgegenzuwirken.

    Als Teil des Leo Baeck Förderprogramms der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ steht auch die Förderung von Lehrerfortbildungen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler.

    Um das Programm wirkungsvoll umsetzen zu können, wurden die zentralen Fortbildungseinrichtungen der Länder sowie die Kultusministerkonferenz um Unterstützung gebeten. Das Programm wurde mit insgesamt 350.000 Euro ausgestattet. Einzel- und Gruppeninitiativen sind aufgefordert, didaktische Impulse für den Perspektivwechsel in der Lehrerfortbildung und im Schulunterricht zu geben. Gefördert werden die Durchführung von Lehrerfortbildungsveranstaltungen und Workshops, die Entwicklung von Lehrmaterialien, interaktive Lernprogramme und Konzepte für historische Exkursionen. Bevorzugt gefördert werden Projekte, die interaktive Unterrichtsformen, den fächerübergreifenden Unterricht und / oder die Einbeziehung außerschulischer Institutionen (Museen, Archive, Bibliotheken) vorsehen.

    Anträge einreichen können anerkannte Träger von Lehrerfortbildungen. Die durchschnittliche Förderung beträgt 5000 Euro. Bewerbungsfristen sind der 1. Mai und der 1. Oktober 2006.


    Kontakt:
    Leo Baeck Programm - Lehrerfortbildung
    c/o Jüdisches Museum Frankfurt
    Untermainkai 14/15
    D-60311 Frankfurt a. M.
    Tel. +49 (0)69 212-35843

    E-Mail: lehrerfortbildung.lbi@stadt-frankfurt.de

     

    Zurück zum Seitenanfang

    aktualisiert am 20.04.2011
    © Leo Baeck Programm. Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung